Angelika Kauffmann. Unbekannte Schätze aus Vorarlberger Privatsammlungen

Veröffentlicht in Ausstellungen | Kunst

Doppelausstellung im vorarlberg museum in Bregenz und im Angelika Kauffmann Museum in Schwarzenberg

Angelika Kauffmann von Johann Gottfried Herder als "vielleicht die kultivierteste Frau in Europa" gerühmt, zählt zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten des 18. Jahrhunderts. Vieles von dem, was in dieser Ausstellung zu sehen ist, wird selbst Kauffmann-Kennern unbekannt sein. Manche Vorarlberger Privatsammler zeigen erstmals ihre Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken der berühmten Künstlerin. Zudem ist es der Kuratorin Bettina Baumgärtel gelungen, verschollen geglaubte Werke aufzuspüren.

Angelika Kauffmann.
gilt als die erste Künstlerin von europäischem Rang

Angelika Kauffmann (Chur 1741–1807 Rom) war bereits zu Lebzeiten ein Mythos, ihre Kunst gilt als wegweisend für den Klassizismus. In jungen Jahren als Wunderkind gefeiert, wagte sie nach ihrer Ausbildungsreise durch Italien den Sprung nach London, wo sie sich einen lukrativen Kreis von Auftraggebern für ihre Historien- und Bildnismalerei aufbaute. Protegiert vom englischen Hof setzte sich Kauffmann bald in der britischen Kunstszene als innovative Historienmalerin und gefragte Porträtistin durch. Ab 1782 eröffnete sie eines der bestbesuchten Ateliers ihrer Zeit in Rom.
190615 VbM Abb.3 Kat.84 AK Ceres nRest Grabher Hol Kolberg Ekta185a korrAngelika Kauffmann, Ceres, 1785, Vorarlberg, Privatsammlung © AKRP, Foto Inken M. Holubec190615 VbM Angelika Kauffmann Agrippina trauert ueber der Urne des Germanicus 1793 Duesseldorf Museum Kunstpalast Gemaeldegalerie Vermaechtnis Werner Gerhard Linus Mueller AKRP Foto Agrippina, 1793, Düsseldorf, Museum Kunstpalast © AKRP, Foto Inken M. Holubec
Wie wurde Kauffmann zur Meisterin der Radierkunst? Welches Frauenbild prägte sie mit ihrer Kunst? Warum stieg sie in London zur Lieblingskünstlerin der High Society auf? Diesen und weiteren Fragen geht die Bregenzer Ausstellung in acht Kapiteln nach. In Schwarzenberg, dem Heimatort ihres Vaters und ersten Lehrers, wird ein ganz besonderes Kapitel aufgeschlagen: Hier treffen einzigartige Frühwerke auf meisterhafte Spätwerke. Sie spannen den Bogen zur Schwarzenberger Kirche mit den Fresken des jungen Talents und dem Altarbild der reifen Meisterin.

Rund 160 Ölgemälde, Zeichnungen, eigenhändige Radierungen und Nachstiche sowie Bildnisbüsten, Briefe und Lebensdokumente aus dem Nachlass bilden in der Ausstellung einen Querschnitt durch das umfangreiche Schaffen der Künstlerin. Der Grossteil der ausgestellten Exponate stammt aus Vorarlberger Privatsammlungen. Einige der Vorarlberger Sammler sind als Nachfahren der Künstlerin in den Besitz einzelner Werke gelangt – ihr Nachlass wurde 1830 aus Rom nach Vorarlberg gebracht. Hochkarätige Leihgaben aus öffentlichen Sammlungen wie dem Victoria and Albert Museum in London ergänzen die Schau.
190615 VbM Angelika Kauffmann AemiliuAemilius Paullus vor April 1783, Privatsammlung © AKRP, Foto Adolf Bereuter

Angelika Kauffmann. Unbekannte Schätze aus Vorarlberger Privatsammlungen
● Sa 15. Juni bis So 06. Oktober 2019 | vorarlberg museum, Bregenz
Öffnungszeiten Di bis So 10 - 18 Uhr Do - 20 Uhr , Montag geschlossen
● So 16. Juni bis So 03. November 2019 | Angelika Kauffmann Museum, Schwarzenberg
Öffnungszeiten Di bis So 10 bis 17 Uhr während der Schubertiade 22. bis 30. 06. und 24. 08. bis 01. 09. 2019 täglich geöffnet
190615 VbM Abb.126 Kat.56 BB30 I VIII Mutter Kind Grabher IV 2 Foto KsDW Kaps2018 WSK 8791 Small Mutter mit Kind 1763, Vorarlberg, Privatsammlung, © AKRP, Foto Sebastian Kaps190615 VbM AKRP  AltersbildnisAngelika Kauffmann, Selbstbildnis im Alter, um 1802, Foto Markus Tretterie Ausstellung in Bregenz und Schwarzenberg ist in Kooperation mit der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz in Sachsen-Anhalt und dem Angelika Kauffmann Research Project (AKRP) entstanden. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes bereitet die Kuratorin Bettina Baumgärtel ein kritisches Werkverzeichnis vor.

Weitere Informationen www.vorarlbergmuseum.at 


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