Herbert Albrecht. Stein und Bronze

Veröffentlicht in Ausstellungen | Kunst (Archiv)

Do 20. Juli bis So 03. September 2017 | Atrium des vorarlberg museum Bregenz
Öffnungszeiten Di bis So 10 - 18 Uhr Do - 20 Uhr , Montag geschlossen
Sommeröffnung 01. Juli bis 31. August  Mo bis So 10 - 19 Uhr Do - 20 Uhr

Das Kunsthistorische Museum Wien und das vorarlberg museum in Bregenz ehren den Bildhauer Herbert Albrecht anlässlich seines 90. Geburtstags mit zwei Ausstellungen. Seit über sechzig Jahren arbeitet Albrecht mit Stein und Bronze und sein künstlerisches Interesse gilt dabei dem Menschen. Anlässlich des 90. Geburtstags des Künstlers wird ein Querschnitt seines Schaffens zu sehen sein, wobei neueste Arbeiten einen Schwerpunkt bilden. Die Werke werden antiken Skulpturen aus der Sammlung des Wiener Kunsthistorischen Museums gegenübergestellt. Weitere Skulpturen von Herbert Albrecht sind in der Schalterhalle der Hypo-Bank in Bregenz zu sehen.

Herbert Albrecht. Stein und Bronze
Herbert Albrecht steht mit 90 Jahren täglich im Atelier. „Der Stein zwingt zur Haltung und widersetzt sich durch seine Härte der Schnelllebigkeit unserer Zeit und damit dem Zeitgeist“, sagt er.

Der stehende, der sitzenden Mensch, vor allem der Kopf – Herbert Albrecht sucht nach immer neuen Formen für sein Thema. „Das Menschenbild ist fragil geworden, spätestens nach den Gräueln des Nationalsozialismus“, erzählt er Kurator Walter Fink im Katalog zur Ausstellung. Man könne den Menschen nicht mehr idealisierend darstellen, deshalb „reduziere ich ihn, mache ihn sozusagen zum Symbol des Menschen. Ganz besonders zeigt sich das in der Abstraktion und Reduktion des Menschenbildes, in der radikalen Zurückführung auf das Wesentliche und in der Verfremdung des Gewohnten.“
170720 vm Herbert Albrecht Mutterfigur 2012 BronzeMutterfigur 2012 Bronze170720 vm Herbert Albrecht o.T. 2015 Carara Marmorohne Tite 2015 Carara Marmor
Die Ausstellung übersiedelt anschliessend in das Kunsthistorische Museum Wien, wo ab 18. September Albrechts Kunstwerke inmitten der Antikensammlung präsentiert werden.

170720 vm Herbert Albrecht cGabriel Ruf 2Herbert Albrecht © Gabriel RüfHerbert Albrecht gehört zu den Klassikern der österreichischen Bildhauerei. 1927 in Au im Bregenzerwald geboren, besuchte er ab 1941 die Bildhauerklasse der Kunstgewerbeschule in Innsbruck bei Prof. Hans Pontiller. 1944 wurde er in den Zweiten Weltkrieg eingezogen, 1946 beendete er seine Ausbildung in Innsbruck. Ab 1949 studierte Albrecht an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Prof. Fritz Wotruba. 1955 schloss er sein Studium ab. Um sich dem Einfluss des mächtigen Lehrmeisters zu entziehen, kehrte er nach Vorarlberg zurück. Es gab hier keinen Kunstmarkt, kaum Aufträge. Es waren entbehrungsreiche Anfangsjahre, bis ihm 1960 mit dem Auftrag für eine Grossplastik an der Front der Mehreraurer Klosterkirche in Bregenz der Durchbruch gelang. Er blieb ein Leben lang den klassischen Bildhauer-Materialien Stein und Bronze treu. Kaum ein Zeitgenosse tut sich diese schwere Arbeit noch an.

Führungen von Kurator Walter Fink und Herbert Albrecht
jeweils um 17:30 Uhr | Ohne Anmeldung, Kosten: 5 Euro Führungsbeitrag

So 23. ; Fr 28. Juli und Mi 09. ; So 20. und So 27. August