«Tango en Punta» zum sechsten Mal wird Bregenz vom Tango umarmt

Veröffentlicht in Bühne | Literatur (Archiv)

Do 30. August bis So 02. September 2018 | Festspielhaus Bregenz, Platz der Wiener Symphoniker 1

Tango en Punta ist Tango und Show, das ist Milonga, DJs und Live-Musik. Tango en Punta ist vor allem aber ein einzigartiges Konzept auf zwei Kontinenten bei dem sich beim Tanz Menschen mit und ohne Behinderung treffen und umarmen. Das Festival, das zwischen Österreich und Uruguay pendelt, findet bereits zum sechsten Mal im Festspielhaus Bregenz statt. Das viertägige Festival richtet sich an alle Tangobegeisterten – als Publikum oder als Tänzer aller Levels. Auf dem Programm stehen zahlreiche Workshops, Tanzklassen und Milongas, bis hin zu einer achtstündigen Abschieds-Marathon-Milonga.

«Tango en Punta» das einzige inklusive Tangofestival
Internationale Grössen der Tangoszene geben Tipps und unterrichten Technik.

180830 Tango en punta1Fotos Tango en Punta © Ishka MichockaDie Essenz von Tango, in einem einzigen Wort ausgedrückt? Andrea Seewald, zusammen mit Matias Haber Projektverantwortliche und Initiatorin des Festivals Tango en Punta, muss nicht lange überlegen: "Umarmung!" Für die beiden Festivalmacher ist Tango vor allem auch ein Mittel der Begegnung und des Schärfens der Sinne. Seit 2010 unterrichten die österreichische Tänzerin und der ausgebildete Opernsänger und leidenschaftliche Tangotänzer und –lehrer aus Uruguay inklusive Tangoklassen. In diesen begegnen und umarmen sich Tangoliebhaber und internationale Profi-Tangueras und -Tangueros mit und ohne Behinderung. Mit ihrem weltweit einzigartigen Konzept und dem einzigen Tangofestival, das auf zwei Kontinenten stattfindet, haben Seewald/Haber Pionierarbeit geleistet.

Lust an Improvisation und Überraschung prägen die Weiterentwicklung des Festivalprogramms. Für die sechste Auflage von Tango en Punta haben sich Andrea Seewald und Matias Haber etwas Besonderes einfallen lassen. Bei einer Milonga im Dunkeln laden sie erstmals zum Tanzen über die anderen Sinne ein. "Das Festival sieht sich als Vermittler, Augenöffner und Botschafter", sagt Andrea Seewald. Die Milonga mit Augenbinde ist ein Experiment, um durch Begegnung Neues zu erfahren – über sich selbst und das Gegenüber. "Wir lernen und erfahren viel voneinander in den inklusiven Tangoklassen. Das ist wirklich ein tolles Potential", berichtet Festivalleiter Matias Haber. "Unser Anspruch ist nicht Perfektion, sondern Spass. Jeder fühlt sich frei und macht es so, wie er es für sich spürt."


Auch bei der offiziellen Eröffnung des Festivals am 1. September auf der Werkstattbühne beschreitet Tango en Punta Neuland. Neben den eigens komponierten Musikstücken und den inklusiven Choreografien nehmen die Akteure das Publikum beim IN-CONCERT-HAUTNAH mit auf eine Reise. Nicht nur Schauen und Hören, sondern ein Mitmachen wünschen sich Andrea Seewald und Matias Haber vom Publikum bei dieser interaktiven Inszenierung. Sie laden die Besucherinnen und Besucher ein, auf spielerischer Ebene Rollen zu tauschen und Perspektiven zu wechseln.
180830 Tango en Punta3Fotos Tango en Punta © Ishka Michocka

Alle Informationen zu vollständigem Programm und Stundenplänen www.tangoenpunta.com 
Konzerttickets: www.v-ticket.at  (auch in den Vorverkaufsstellen erhältlich) und www.tangoenpunta.com ; für Menschen mit Behinderung ist der Eintritt kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.

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