«Schweizer Juden - 150 Jahre Gleichberechtigung» Jüdisches Leben in der Schweiz von heute

Veröffentlicht in Ausstellungen | Kunst (Archiv)

Wanderausstellung Fr 16. Februar bis So 09. September 2018 | Historisches und Völkerkundemuseum, St.Gallen
Öffnungszeiten: Di bis So 10 – 17 Uhr

Der Berner Fotograf Alexander Jaquemet hat jüngere und ältere Jüdinnen und Juden fotografiert, bekannte wie unbekannte, Menschen aus verschiedenen Landesteilen und aus den unterschiedlichsten Schichten der Gesellschaft an Orten, die sie selber ausgesucht haben. Sie berichten über ihre Leidenschaften und Träume und erzählen, was das Judentum und die Emanzipation für sie persönlich bedeuten. Für das Gastspiel in St.Gallen hat das Historische und Völkerkundemuseum HVM die Ausstellung mit acht Porträts aus der Ostschweiz ergänzt.

«Schweizer Juden: 150 Jahre Gleichberechtigung»
15 Porträts von jüdischen Persönlichkeiten erweitert mit 8 Ostschweizer Porträts

Dem HVM ist es ein Anliegen, auch gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Gegenwartsthemen zu beleuchten. So war das HVM auch sehr daran interessiert, die Ausstellung «Schweizer Juden: 150 Jahre Gleichberechtigung» zu übernehmen. Früh war aber auch klar die 15 Porträts der Ausstellung mit Ostschweizer Beispielen zu ergänzen. Mit dem Auftrag betraut wurde die St.Galler Kulturjournalistin und Autorin Brigitte Schmid-Gugler. Sie porträtierte acht jüdische Zeitgenossen und Zeitgenossinnen, welche mit den gegebenen auch sehr persönlichen Aussagen, einen vielfältige Blicke ins Jüdischsein in der Schweiz von heute erlauben. Es zeigt eine grosse Vielfalt an Biografien, Lebenskonzepten und Lebenssituationen.
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Viele der Porträtierten leben schon seit Generationen in unserem Land. Es sind sehr unterschiedliche Geschichten, was das Alter, den Berufsstand oder das Verhältnis zum Judentum angeht. Einige der Porträtierten leben ihre religiöse Tradition bewusst und gern, sie ist Teil ihres Lebens, andere sind laizistischer. Alle gehen sehr umsichtig damit um und versuchen so gut wie möglich, sich den Lebensumständen in der Schweiz anzupassen und nicht aufzufallen. Aus den meisten Geschichten kann man aber heraushören, dass – wie meist auch in christlichen Familien – religiöse Riten früher mehr gepflegt wurden als heute. Die Biografien der Porträtierten könnten nicht unterschiedlicher sein. Was sie verbindet, ist die Ehrfurcht vor der eigenen Kultur- und Familiengeschichte.
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