«Franziskus – Gaukler Gottes» Monolog von Dario Fo

Veröffentlicht in Bühne | Literatur

ein hintergründiges Portrait des charismatischen Predigers Franz von Assisi

Der italienische Literatur-Nobelpreisträger nimmt kein Blatt vor den Mund. Wenn dem Schriftsteller, Schauspieler und Dramatiker danach ist, benennt er unverblümt Missstände – gnadenlos, listig und voller Witz. So hat er auch einige der Legenden, die sich um den heiligen Franziskus ranken, zu einem Theaterstück verarbeitet, zu einem Stück über menschliche und politische Verantwortung. Dabei hat sich Dario Fo dem Leben des Bettelmönches aus reichem Hause angenommen und eine frech-fromm-fröhlich-freie Farce über seine Abenteuer geschrieben.

«Franziskus – Gaukler Gottes»
Der feinsinnige Aussenseiter aus Assisi

190927 ThKn Franziskus 8509610 1Foto Theater Konstanz / Bjørn JansenFranz von Assisi hat die Kirche revolutioniert und bezeichnete sich selbst als Gaukler Gottes. Seine Predigten waren inszenierte Auftritte. Volkssagen erzählen von seinen Predigten, die geprägt waren von spielerischem Witz und komödiantischer, ja geradezu kabarettistischer Theatralik die sich auch über das eine oder andere Dogma der katholischen Kirche hinweg setzte. Mal schmeichlerisch-diplomatisch, mal bewusst kämpferisch setzt Franziskus gegen alle Widerstände des Papstes und der Kardinäle seine Ideen durch und behält bis zum Schluss ein Lied auf den Lippen: den berühmten Sonnengesang.

Dario Fo, 1926 in Sangiano in Italien geboren, war ein italienischer Satiriker und Autor, Regisseur und Schauspieler, der „für sein volkstümlich-politisches Agitationstheater“ mit dem Nobelpreis für Literatur 1997 geehrt wurde. Er sah sich als Komiker und orientierte sich dabei an den Spielmännern des Mittelalter die vor allem für das einfache Volk und gegen die Mächtigen spielten. Er meinte einmal ,,Die Macht , und zwar jede Macht , fürchtet nichts mehr als das Lachen , das Lächeln und den Spott. Sie sind ein Anzeichen für kritischen Sinn , Phantasie , Intelligenz und das Gegenteil von Fanatismus...". So war es kein Wunder das er immer wieder in Konflikten mit den Mächtigen des Staates und der Kirche geriet. 2016 starb er mit 90 Jahren in Mailand.

Vorstellungen «Franziskus – Gaukler Gottes»
Aufführung des Theater Konstanz in der Altkatholische Christuskirche St. Konrad Konstanz
Änderungen vorbehalten - beachten Sie den Theaterspielplan
September Premiere
Fr 27. - 20:00
Sa 28. - 21:00    
Oktober So 13. - 20:00 Sa 26. - 20:00    
Dezember neuer Termin
Fr 13. - 20:00
     

Regie: Axel Krausse | Dramaturgie: Martin Stefke | Mit Renate Winkler
190927 ThKn Franziskus 8509871 1Foto Theater Konstanz / Bjørn Jansen
Axel Krausse wurde in Langenhagen bei Hannover geboren. Nach einem Studium der Geschichtswissenschaften an der Universität Hamburg folgten Anstellungen als Regieassistent und Regisseur am Schlosstheater in Celle und am Theater Augsburg. Von 2007 bis 2018 leitete er das Zimmertheater Tübingen als Intendant und Geschäftsführer. Dort entstanden zahlreiche eigene Inszenierungen, die mehrfach z.B. zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen oder den Privattheatertagen in Hamburg eingeladen waren. Zudem arbeitete er als Autor und Regisseur mit diversen Kabarettisten zusammen. Ab der Spielzeit 2020/2021 wird er als Intendant am Theater Ansbach tätig sein.


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