«Paula & Otto - Kunst und Liebe im Aufbruch» Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn

Veröffentlicht in Ausstellungen | Kunst

Das Warten hat ein Ende. Optimismus und Zuversicht werden belohnt. Nachdem die Öffnung der Museen von der bayerische Staatsregierung erlaubt wurde, startet das Kunstmuseum Lindau am Freitag, 15. Mai, mit der Sonderausstellung "Paula & Otto – Kunst und Liebe im Aufbruch". Mit rund 50 Originalwerken von Paula Modersohn-Becker (1876-1907) und Otto Modersohn (1865-1943) präsentiert das Kunstmuseum Lindau bis 27. September das bedeutendste deutsche Künstlerpaar des frühen 20. Jahrhunderts und führt das faszinierende Thema von Liebe und Kunst im Aufbruch zur Moderne vor Augen.

Anhand ausgewählter Werke aus Privatsammlungen, Kunststiftungen und Museen werden Arbeiten zweier herausragender Künstlerpersönlichkeiten in einen spannenden Dialog gebracht. Die Ausstellung, die von der Kuratorin des File written by Adobe Photoshop? 4.0Lampionfahrt auf der WümmeKunstmuseums, Dr. Sylvia Wölfle zusammengestellt wurde, beleuchtet, wie aussergewöhnlich modern diese Künstlerbeziehung für die Zeit um 1900 war, wie Otto und Paula vor ein- und demselben Motiv zu ähnlichen oder sehr individuellen Bildlösungen fanden, wie sie voneinander lernten, die Werke des anderen kritisch in den Blick nahmen oder ganz eigenständige Wege gingen. So illustriert die Schau eindrucksvoll, wie es beiden in der Kunst und im Leben immer wieder gelang, die unvermeidlichen, den Umständen der Zeit geschuldeten Herausforderungen mutig zu begegnen, bevor Paula 1907 im Alter von nur 31 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer jungen Schaffensjahre frühzeitig verstarb.

Lindau setzt damit seine erfolgreiche Ausstellungsreihe zu Künstlern der klassischen Moderne fort und nimmt nach Präsentationen zu Picasso, Chagall, Matisse, Miró, Klee, Nolde, Macke und letztes Jahr Hundertwasser erstmals auch eine Frau als Protagonistin dieser Zeit in den Blick. In der Vergangenheit haben die Lindauer Sonderausstellungen jeweils rund 700.000 Besucher erreicht und sind damit neben den Bregenzer Festspielen ein grosser Besuchermagnet im Kulturbereich am Bodensee. Ursprünglich war die Eröffnung der Sonderausstellung für April geplant. Corona-bedingt musste der Termin verschoben werden. Jetzt öffnet das Kunstmuseum mit Besucherbeschränkungen und unter Berücksichtigung der erforderlichen Sicherheitsmassnahmen, vor allem aber mit einem Konzept, das so im süddeutschen Raum noch nicht zu sehen war.

«Paula & Otto - Kunst und Liebe im Aufbruch» von 15. Mai bis 27. September 2020 im Lindauer Kunstmuseum am Inselbahnhof
Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Sonderausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung in Bremen sowie der Otto-Modersohn-Stiftung in Fischerhude gestaltet.
"Wir freuen uns sehr, dass wir nun endlich öffnen dürfen. Als die Museen wegen der Corona Krise schließen mussten, sind wir zuversichtlich geblieben und haben kontinuierlich an unserer Sonderausstellung weitergearbeitet. Wir haben sie fertig gestellt, ohne zu wissen, ob wir die Werke von Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn jemals zeigen dürfen. Umso mehr freuen wir uns jetzt, dass unser Optimismus belohnt wird und dass wir unsere Museumstüren endlich öffnen dürfen", kommentiert Kulturamtsleiter Alexander Warmbrunn die Eröffnung.
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