«Grundriss der Hoffnung» Saisonstart im Stadttheater Schaffhausen

Veröffentlicht in Bühne | Literatur (Archiv)

Mi 20. September 2017 - 19:30 Uhr | Stadttheater Schaffhausen

Nach der letzten gemeinsamen Erfolgs-Komödie «Super Theo» zeigt das Autorenduo Katja Früh und Patrick Frey zum Auftakt der Theatersaison 2017/18 im Stadttheater Schaffhausen ihre neuste Satire. Eine Komödie, humorvoll, scharfzüngig und provokant über das gemeinschaftliche Wohnen im Alter. Ein erfülltes Älterwerden, selbstbestimmt unter Freunden, ohne Einsamkeit, Verlassenheit und Langeweile, dazu noch in schön gestalteter Umgebung! Vier Menschen haben diesen Traum und suchen ihn zu verwirklichen.

«Grundriss der Hoffnung» Komödie von Katja Früh und Patrick Frey
Sie werden älter. Sie planen eine WG. Der Grundriss ist gut.

Sibyl, eine Heilpädagogin mit Hund, Flavio, ein grünliberaler Politiker, Jackson, ein ehemals erfolgreicher Klangkünstler und Susi, eine gutsituierte Kulturmanagerin, sind alle um die 60. Zur Verwirklichung ihres Traums wenden sie sich an Profis. An einen Architekten und Immobilienentwickler und an eine junge Architekturpsychologin und Wohntherapeutin, die sich auf die Realisierung fortschrittlicher Wohnformen im Alter spezialisiert haben. In einer geräumigen Fabriketage an der Limmat mit noch völlig offenem Grundriss soll nun also ein Alters-Wohnprojekt entstehen, bei dem alle Empfindlichkeiten berücksichtigt und alle Wünsche und Ansprüche, die man in unserer individualisierten Wohlstandsgesellschaft hat, erfüllt werden: Maximale Freiheit, grösste Sicherheit, perfekte Ästhetik, zeitgemässer Lifestyle, höchster Komfort für ein vitales, sinnerfülltes und selbstverständlich ökologisch einwandfreies Sozialleben.

Regie: Katja Früh Bühne: Michael Graesser | Kostüme: Ursina Schmid
Mit: Lisa Bärenbold, Patrick Frey, Charlotte Heinimann, Manuel Löwensberg, Siegmund Tischendorfer, Tonja Zindel
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Katja Früh, Tochter des bekannten Schweizer Regisseurs Kurt Früh und der Wiener Schauspielerin Eva Langraf, besuchte die Kunstgewerbeschule Zürich und war dann Assistentin am Theater am Neumarkt Zürich. Ab 1972 liess sie sich am Max-Reinhardt-Seminar in Berlin zur Schauspielerin ausbilden. Ab 1975 war sie unter anderem in Hannover, Wuppertal und ihrer Heimatstadt Zürich engagiert. 1978 folgte sie den Spuren ihres Vaters und begann am Schauspielhaus Zürich selber zu inszenieren. 1980 wurde sie ausübende Regisseurin und Dramaturgin bei Schweizer Radio DRS und produzierte in der Folge unter anderem Projekte mit Martin Suter und Patrick Frey. Ab 1984 war sie als Autorin und Schauspieler-Coach bei diversen Schweizer Spielfilmproduktionen dabei. Später führte sie Regie beim Cabaret Götterspass und war über sieben Jahre lang Autorin der Radio-DRS-Sendung Memo-Treff. Von 1999 bis zur Absetzung der Sendung 2006 war sie Headwriter der SF DRS-Soap Lüthi und Blanc, die sie selber erfunden hatte. Daneben führt sie Regie und schreibt Texte, unter anderem für das Casinotheater Winterthur.

Patrick Frey studierte in Ökonomie und Kunstgeschichte, die er nicht zu Ende führte. Ab 1977 betätigte er sich vornehmlich mit Texten zur Gegenwartskunst, zuerst im InK, den Hallen für neue internationale Kunst in Zürich, danach als Kunstkritiker für diverse Printmedien. Seit 1983 widmet er sich zusätzlich dem Kabarett, Theater und Projekten für Radio und Fernsehen. Von 1983 bis 1998 war Patrick Frey Mitglied des Kabarett Götterspass (Salzburger Stier 1992), an der Seite von Beat Schlatter. Götterspass lieferten auch mehrere Fernsehbeiträge für die Satiresendung Uebrigens des Schweizer Fernsehens. Zusammen mit Schlatter trat Frey in den Jahren 1992 und 2010 am Arosa Humor-Festival auf. Ab 1992 bis heute schreibt er als Autor oder Co-Autor für die freie Szene, das Schauspielhaus Zürich, das Casinotheater Winterthur und das Hechtplatz Theater; bislang über zwanzig Komödien, Schwänke und sonstige abendfüllende Theaterproduktionen, in denen er meistens auch als Schauspieler auf der Bühne steht. Ausserdem betätigt er sich als Autor, Ko-Autor und Schauspieler in zahlreichen Film- und Fernsehfilmproduktionen.