«Prinzhorns Schweizer - Karl Maximilian Würtenberger»

Veröffentlicht in Ausstellungen | Kunst

Di 05. Dezember 2017 bis So 04. März 2018 | Museum im Lagerhaus St.Gallen
Öffnungszeiten Di-Fr 14-18 Uhr, Sa/So/Feiertage 12-17 Uhr, geschlossen 24./25./31.12.2017 und 1.1.2018

Mit der Ausstellung Prinzhorns Schweizer wird die Historie der berühmten Sammlung Prinzhorn zum ersten Mal als Teil der Schweizer Geschichte der Art Brut formuliert. Dem Aufruf Hans Prinzhorns folgend, schicken psychiatrische Anstalten des gesamten deutschsprachigen Raumes zwischen 1919 und 1922 künstlerische Patientenarbeiten zu Hans Prinzhorn an die Heidelberger Psychiatrische Klinik für ein geplantes "Museum für pathologische Kunst". Auch aus den Schweizer Anstalten gelangen Werke nach Heidelberg.

«Prinzhorns Schweizer - Karl Maximilian Würtenberger»
erstmals wird das Schweizer Gesamtwerk der Sammlung Prinzhorn gezeigt

Manche der Schweizer "AnstaltskünstlerInnen" haben inzwischen internationale Berühmtheit erlangt und andere Künstler beeinflusst. Von allen 22 KünstlerInnen aus Schweizer Anstalten sind Werke ausgestellt. Sie kommen aus Herisau, Kreuzlingen, Münsingen, Münsterlingen, Neuchâtel, der Rheinau, Schaffhausen, der Waldau bei Bern, Wil und Zürich. Darunter lassen sich auch noch unbekannte Werke entdecken. Es fällt auf, dass insbesondere die psychiatrischen Einrichtungen der Ostschweiz rege dem Ruf aus Heidelberg gefolgt sind und viele Arbeiten geschickt haben. Mit sieben KünstlerInnen sticht die Kantonale Psychiatrische Klinik Herisau AR hier stark hervor.
171205 M Lagerhaus Anonym Fall 324 Ohne Titel C Sammlung Prinzhorn Universitatsklinikum Heidelberg webAnonym © Sammlung Prinzhorn Universitatsklinikum Heidelberg171205 M Lagerhaus Else Blankenhorn 1873 1920 Ohne Titel C Slg Prinzhorn Universitatsklinikum Heidelberg webElse Blankenhorn 1873-1920 © Slg Prinzhorn Universitatsklinikum Heidelberg
Der Plastiker vom Bodensee Karl Maximilian Würtenberger, aus Emmishofen TG, erhält eine besondere Würdigung  Noch nie wurde sein keramisches Werk seinen Zeichnungen gegenübergestellt, die in der Heil- und Pflegeanstalt Illenau bei Achern entstanden und heute ebenfalls in der Sammlung Prinzhorn aufbewahrt sind. Sie belegen, dass der für die Öffentlichkeit "lebendig Begrabene" auch in der Anstalt durchgehend künstlerisch gearbeitet hat - nicht nur zeichnerisch, sondern auch keramisch. Tatsächlich ist zu vermuten, dass bis heute nicht verortete Arbeiten in der Illenau geschaffen wurden.

Begleit - Veranstaltungen

Montag, 4. Dezember 2017, 18.30 Uhr - Vernissage
Begrüssung und Einführung:
Peter Schorer, Präsident des Stiftungsrates | Monika Jagfeld, Museumsleiterin | Julian Würtenberger, Ministerialdirektor im Innenministerium Baden-Württemberg


jeweils an den So 17.12.2017 / 21.1. / 4.3.2018, 11 Uhr - Ausstellungsführungen
jeweils an den Di 9.1. / 6.2. / 20.2.2018, 18 Uhr - Ausstellungsführungen

Dienstag, 16. Januar 2018 - Prinzhorns Sammlung und die Schweiz.
Vortrag von Dr. Bettina Brand-Claussen, ehem. Kuratorin Sammlung Prinzhorn

Sonntag, 4. Februar 2018, 11 Uhr - Führung
Prof. Thomas Würtenberger führt durch die Ausstellung seines Grossonkels Karlmax Würtenberger

Sonntag, 18. Februar 2018, 15 Uhr - KKK – Kunst Kaffee Kuchen. Kunstkanäle in der Anstalt
Vortrag von Museumsleiterin Monika Jagfeld

Mittwoch, 21. Februar 2018, 14.30–16.30 Uhr - Atelier Kinder-Kunst
mit Rahel Flückiger

Sonntag, 25. Februar 2018, 14 Uhr - Familien-Kunstplausch
mit Rahel Flückiger

Parallel zeigt die Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz vom 2. Dezember 2017 bis 1. April 2018 die Ausstellung: "Ernst Würtenberger - Ein deutscher Maler in der Schweiz" Weitere Informationen www.museumimlagerhaus.ch