Regensburg - eine Reise in Bayerns Herzstück entlang des Donau-Panoramaweges

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Regensburg lag an der Salzstrasse, hatte den Zugang zur Seidenstrasse und war „steinreich“. So wurde die Steinerne Brücke über die Donau von 1135 bis 1146 gebaut, auch ein Zeichen für das Wachstum und den Wohlstand. Das alte Salzlagerhaus, heute Besucherzentrum, informiert über die Geschichte der Stadt, die einst „so viele Kirchen und Kapellen als Tage im Jahr“ hatte.

suwa Susanne WagnerVom Donaudurchbruch bis zur Walhalla
von Susanne Wagner-Köppel

Sie schlängelt sich in grossen Bögen durch eine sanfte Landschaft, zwängt sich in Regensburg unter der Steinernen Brücke durch, die schöne blaue Donau. An ihren Ufern finden sich bezaubernde Kleinode. Überraschung garantiert! Die Reise beginnt in der traditionellen „Wurschtkuchl“ am Donauufer in der Altstadt von Regensburg. Seit 250 Jahren brutzelt hier ein und dieselbe Familie Bratwürschtl mit selbst eingelegtem Sauerkraut und Senf nach Hausrezept. 

Die Altstadt Regensburg, das heutige Weltkulturerbe, war einst römisches Legionslager, im Mittelalter eine reiche Fernhandelsstadt mit wohlhabenden Patriziern. Die „Geschlechtertürme“ – der Toskana abgeschaut – sind noch steinerne Zeitzeugen. Wer den höchsten Turm hatte, war der Reichste. Von den Römern zeugt die Porta Praetoria, neben der Porta Nigra in Trier einer der eindrucksvollsten römischen Überreste.
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Die Regensburger Altstadt beherbergt 1000 denkmalgeschützte Gebäude, eines schöner als das andere. Enge Gassen mit schönen Geschäften, Cafés und Biergärten laden zum Bummel ein. Das Ehrwürdigste heute noch bestehende Gotteshaus ist der Dom Sankt Peter, ein sehr alter Bischofssitz. Der Weltenburger am Dom ist ein Muss. Hier wird das älteste Klosterbier der Welt ausgeschenkt. Gebraut wird es in Kloster Weltenburg, eines der ältesten Klöster Bayerns, am Donaudurchbruch. Dort drängt sich die Donau, aus dem Schwarzwald kommend, in der Weltenburger Enge durch 40 Meter hoch aufragende Riffkalk-Felswände, eine Szenerie, wie sie malerischer nicht sein könnte. Die Schiffer haben den Felsen Namen gegeben, darunter auch die versteinerte Jungfrau oder Napoleons Koffer, den er vergessen hat. Im Kloster lässt es sich auch übernachten und in der Klosterschänke gibt es Speis und Trank bis 18.30 Uhr. Abends kehrt die Stille ein an diesem entlegenen Fleckchen Erde.
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Wer von der Stadt aufs Land kommt, sieht von weitem die Walhalla, hoch über dem Ufer der Donau. König Ludwig I liess das Monument auf dem Bräuberg in Donaustauf nach der Niederlage gegen Napoleon errichten, um Persönlichkeiten „teutscher Zunge“ zu ehren. Es ist ein Gedächtnisort. Wer will, kann ab Regensburg mit dem „Wallhalla-Dampferl“ wasserseitig anreisen, denn der Anleger befindet sich direkt unterhalb. Katharina die Grosse ist hier ebenso in Marmor verewigt wie Totila, König der Ostgoten und Dichter des Nibelungenliedes. 130 Büsten und 65 Gedenktafeln erinnern an Dichter, Denker, Feldherren, Kaiser und Könige, die mit „teutscher Zunge“ sprachen. Heute tummeln sich Touristen rund um den Koloss aus Marmor, geniessen die herrliche Aussicht auf Donau und die Ausläufer des Bayerischen Waldes.
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Informationen: Tourismusverband Ostbayern e.V. Regensburg Tel. +49 (0)941 58539-0 www.ostbayern-tourismus.de