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„Die schwarze Spinne“ Abschied von einer gelungenen Sommersaison PDF Drucken E-Mail

aktualisiert 31. Augusti
Seeburgpark Kreuzlingen

22. Juli bis 22. August 2010


See-Burgtheater inszeniert

„Die schwarze Spinne"

Artikel vom 31. August 
„Wir hatten eine intensive Zeit und der Abschied fällt mir schwer" resümiert Leopold Huber.
20100831_pressegesprch_schwarze_spinne.jpgGute vier Wochen machte das See-Burgtheater mit seiner Adaption von Jeremias Gotthelfs „Die schwarze Spinne" im Maisfeld neben Schloss Seeburg Furore, begeisterte sein Publikum und sorgte für Diskussionen.
Das mässige Wetter während der Spielwochen tat dem Sommertheater keinen Abbruch. 6200 Zuschauer strömten ins Maisfeld. Lediglich eine der 22 Vorstellungen musste ausfallen, an vieren wurde trotz Regen gespielt.
Den Erfolg der Inszenierung führt Leopold Huber auf die Freude am Spiel und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten zurück: „Schauspielerensemble, Chor, Musik, Licht , Ton, Kostüm, Choreographie - alle haben optimal zusammengeatbeitet und gemeinsam das Gesamtkunstwerk gestaltet." Grossen Zuspruch fanden aber auch das Ambiente im Maisfeld und die Inszenierung als solches.
„Theater soll nicht nur unterhalten sondern zum Nachdenken anregen" erklärt Leopold Huber seinen Ansatz. Und man darf gespannt sein mit was das Seeburg-Theater in einem Jahr sein Publikum überraschen und zu Diskussionen anregen wird.

Machen Sie mit - Ihre Meinung interessiert uns

Leopold Huber, Regisseur des professionellen Ensembles, erzählt die Novelle aus dem Jahr 1842 als „dunkles Musical". Die Rahmenhandlung der Erzählung versetzt Leopold Huber in die Gegenwart, die Sage um die Spinne belässt er in der Historie - und lockt aus beidem mit gewohnt spitzen Bezügen die Aktualität heraus. Denn „jede Zeit hat ihren Teufel - nur immer in anderer Gestalt", so Leopold Huber.
20100722_sbt_die_schwarze_spinne_klagen_patricia_hinkelbein.jpgDie Handlung ist bekannt: Hans von Stoffeln, ein Teutscher Adeliger aus dem Schwabenland unterdrückt die Bauern auf seinem Schweizer Gut. Binnen eines Monats sollen sie ihm einen Schattengang aus hundert ausgewachsenen Buchen pflanzen. Der Not zeigt einzig Christine die Stirn, eine in der Dorfgemeinschaft argwöhnisch beäugte Fremde aus Lindau. Sie lässt sich zum Wohl der Allgemeinheit mit dem Teufel ein, verspricht ihm ein ungetauftes Kind, ohne ihr Versprechen halten zu wollen.
Für den musikalischen Part zeichnet Goran Kovacevic verantwortlich, der mit seinem Dusa Orchestra das teuflische Geschehen begleitet. Für „Die schwarze Spinne" hat er Schweizer Volksmusikstücke arrangiert, sie ins Jazzige und Balkanesische gedreht. Da fährt der Teufel schon mal in die Band, wenn er ihr aufs Dach steigt, von dort aus seine Fäden zieht und die Spinne tanzen lässt.
Astrid Keller, Mitbegründerin und Co-Leiterin des See-Burgtheaters, schlüpft in die Rolle des Teufels. Die Christine, die sich zeitweilig in die Titel gebende Spinne verwandelt, spielt Ingrid Lang, Schauspielerin und Sängerin aus Wien. Im Stile griechischer Tragödien tritt ein zwanzig Stimmen starker Chor als Dorfgemeinschaft auf und besingt Freude und Grauen der Protagonisten. Gespielt wird an passendem Ort: Mitten in einer mit Holzmulch ausgesparten, überdimensionalen Spinnensilhouette im Maisfeld neben der Seeburg. Über die Spinnenbeine gelangen die Zuschauer in den Bauch der Spinne und damit ins Zentrum des Geschehens. 


Artikel vom 21.Juli 
Kein Bett im Kornfeld sondern Sommer-Theater im Maisfeld.
Die Theaterfläche und Tribüne sind eingebettet in ein Maisfeld. Die Zuschauer blicken auf die naheliegende Seeburg als Sitz des, Teutschen Adeligen und Unterdrücker der Schweizer Bauern, Hans von Stoffeln. Dazwischen das sich faszinierend in die Tiefe entwickelnde Maisfeld als Bühnenbild. Davor und darin entfaltet sich dann ein sprachlich subtiles, derbes und deftiges Volkstheater mit Musik.
20100727_seeburg_01.jpgDie Musik des "The Dusa Orchester" bildet, mit seinen intensiven und zeitgenössischen Klängen, tragendes und verbindendes Element des Stückes. Über die Predigt des Pfarrers wird das Publikum in eine Vergangenheit geführt die einem mit seinen politische Intrigen, seiner Fremdenfeindlichkeit und Rechthaberei, aber auch seiner Ohnmacht und Verzweiflung gegenüber einem "oben" sehr bekannt vorkommt. Die Inszenierung des Stückes von Jeremias Gotthelf, glänzt nicht nur in der Abendsonne und später im Mondschein, sondern auch durch seine Schauspieler, dem 21 köpfigen Chor und nicht zuletzt den einfachen aber farblich wunderbar passenden Kostümen. Bleibt zu hoffen, dass die weiteren Aufführungen, dem Stück entsprechend, von "oben" auch weiterhin begünstigt bleiben. (and)

 

Spieltermine:
Es wird bei jeder Witterung gespielt. Die Zuschauertribüne ist gedeckt.

Fr 23. - Sa 24. Juli 2010
Di 27. - Sa 31. Juli 2010
Di 03. - Sa 07. August 2010
Di 10. - Do 12. August 2010
Di 17. - So 22. August 2010

Kartenreservation
Mo - Fr 10:00 - 12:30 Uhr und 13:30 - 17:00 Uhr
Sa       10:00 - 14:00 Uhr
Tel: 0041 (0) 71 670 14 00  Fax: 0041 (0) 71 670 14 01
Oder per Email an: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Eintrittspreise  
A) Stühle CHF 54.-- / EURO 38.--
B) Stühle CHF 48.-- / EURO 34.-- 
Schüler, Studenten, Lehrlinge CHF 20.-- / EURO 14.--

Eintritt und Theatermenü
A) Stühle CHF 105.-- / EURO 72.--
B) Stühle CHF   99.-- / EURO 68.--
Schüler, Studenten, Lehrlinge CHF 71.-- / EURO 48.--

10%  Gruppenermäßigung auf Eintritte ab 20 Personen 

Weitere Informationen: www.see-burgtheater.ch
 

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